UNSERE WELT NEU DENKEN

EINE EINLADUNG 

von Maja Göpel, 2020

Mit Niko Paech und Manfred Folkers loten zwei Experten aus, welche Potenziale die beiden Denkrichtungen mitbringen, um unseren zerstörerischen Wachstumspfad zu verlassen. Über eine provokante Abrechnung mit den Wachstumstreibern kapitalistischen Wirtschaftens und das Besinnen auf die Tugenden eines konsumbefreiten Lebens entwickeln sie eine "Kultur des Genug". Denn nur mit einer "zufriedenen Genügsamkeit" werden sich die großen Krisen unserer Zeit lösen lassen.

 

MAJA GÖPEL

Prof. Dr. Maja Göpel (geb. 1976) ist Politikökonomin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin. Sie promovierte 2007 an den Universitäten Hamburg und Kassel in politischer Ökonomie. Von 2013 bis 2017 war sie Leiterin des Berliner Büros des Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie. Derzeit ist sie Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen. Zudem ist sie als Hochschullehrerein an der Leuphana Universität in Lüneburg tätig. Maja Göpel zählt zu Deutschland einflussreichsten Ökonominnen.

 

INHALT DES BUCHES

1. Was ist das Ziel des Buches?

In ihrem Buch „Unsere Welt neu denken- Eine Einladung“ stellt Maja Göpel unser auf stetes Wachstum ausgerichtetes kapitalistisches Wirtschaftssystem in Frage und sucht stattdessen, nach einem nachhaltigen und zukunftsfähigem Entwicklungsmodell.

2. Gliederung und Argumentationslinien

Der Inhalt des Buches unterteilt sich in zehn Kapitel in denen Frau Göpel den Leser auf Denkbarrieren und die großen Linien des Zeitwandels aufmerksam macht. Dabei stellt sie direkt zu Beginn Fest: Bei „UNSERE WELT NEU DENKEN“ handelt es sich um kein Klimabuch, ihr Interesse gilt der politischen Ökonomie. Das Wirtschaftssystem wie wir es heute

Bevölkerung und endlichen verfügbaren Ressourcen ist immer weiter steigender Absatz und Konsum nicht weiter möglich. Machen wir weiter wie bisher, wird unser Ökosystem unweigerlich zum Kollaborieren kommen. In welchen Bereichen wir ansetzten müssen und was sich in ökonomischer wie sozialer Weise ändern muss erläutert Frau Göpel klar und mit verständlichen Argumentationslinien. Demnach gilt es die neue Realität anzunehmen, in der sich etwas verändern muss. Grenzen des Wachstums sollten eher als „Überwindung der ökologischen und sozialen Schadschöpfung heißen. Es gilt die noch verfügbaren Ressourcen und Finanzmittel besser zu verteilen und die Nutzung knapper Waren neu zu kalkulieren um mehr soziale Gerechtigkeit zu schafften, und das Ausweiten der Schere von Arm und Reich zu verhindern.

3. Ergebnisse des Autors/der Autorin

Man kann die ökologische Frage nicht

kennen beruht im wesentlichen auf die Erkenntnisse dreier Ökonomen die vor teilweise über 200 Jahren lebten. Das entworfenen Entwicklungsmodell von damals, war lange Zeit tragbar. Doch in einer Welt mit immer weiter wachsender lösen, wenn man sie nicht gleichzeitig als soziale Frage versteht. Die vorhanden Ressourcen müssen durch eine massive Besteuerung von hohem Einkommen gerechter umverteilt werden. Der Markt wie wir Ihn kennen ist durch Regeln entstanden. Reine Geldvermehrung durch wild gewordene Finanzmärkte darf nicht weiter Wertschöpfung genannt werden. Der Staat muss hier neue Regulierungen einführen, da sich nur unter Konsumenten und Produzenten der Markt negativ entwickelt. Externe Kosten müssen in Zukunft bei der Preisbildung berücksichtigt werden um unser Konsumverhalten nachhaltig zu beeinflussen. Als mögliche Instrumente nennt Frau Göppel ein GLOBALE Besteuerung von CO2 Emissionen. Menschliches Tun soll durch Technik unterstützt aber nicht ersetzt werden, für eine Tätigkeitsgesellschaft zur Sicherung des allgemeinen Wohlergehens. So kann ein nachhaltiges Wirtschaften gelingen.

 

PERSÖNLICHE STELLUNGNAHME

von Tobias Kohler 


Maja Göpels Buch ist ein Aufruf zum Umdenken. Eindrucksvoll und mit zahlreichen Beispielen, lässt sich leicht verständlich nachlesen weshalb stetes Wachstum und ökologischer Raubbau an ihre Grenzen stoßen. Der Aufruf von Göpel nach mehr sozialer Gerechtigkeit und einer ehrlichen Kalkulation von Kosten, auch unter der Berücksichtigung ökologischer Aspekte und Wachstum als Mittel nicht als Zweck ist sehr sinnvoll, könnte aber etwas weiterausgeführt werden. Das Buch lässt sich angenehm lesen und die Argumentationsweise von Göpel mit vorstehenden Beispielen zeigt sich als erfrischend. Dennoch wäre wissenschaftlichere Schreibweise wünschenswert, so zeigt sich vereinzelt die Leseransprache als sehr pädagogisch. Insgesamt hält Frau Göpel ihr Versprechen Ideen, Sichtweisen und Orientierungen für eine nachhaltige Zukunft zu bieten und der Inhalt ist frei von Wiedersprüchen.


Das Buch zeigt sich als spannend und lesenswert, es gibt eine klare Weiterempfehlung. „UNSERE WELT NEU DENKEN“ erscheint genau zum richtigen Zeitpunkt, der Corona Lockdown der Wirtschaft, zeigt sich als gute Möglichkeit um neu anzufangen, mit einem neuen Entwicklungsmodell in eine nachhaltige Zukunft.

 

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